Grundlagenirrtum bei mangelhaften Gattungssachen und Werken

Wer eine nach Gattungsmerkmalen definierte Sache kauft oder ein Werk bestellt, kann sich über deren Beschaffenheit nicht irren, weil das Werk noch nicht hergestellt ist oder noch unklar ist, mit welchem Stück erfüllt werden soll. Dieser an sich logische Glaubenssatz steht fest in allen Lehrbüchern, überzeugt aber keineswegs, wie ich meinem Aufsatz in der aktuellen SJZ-Ausgabe (SJZ 2010, S. 553 ff.) zeige. Vielversprechende Ansätze zur Lösung dieses Problems ergeben sich aus der Verschiebung des relevanten Beurteilungszeitpunktes und der Zulassung des Irrtums über einen zukünftigen Sachverhalt.

« zurück zur Startseite zum Newsarchiv